27.03.2012

Meine Nasen-OP - ein Bericht

Hallo ihr Lieben,
heute serviere ich euch einen langen Blogpost über meine Nasen-OP. Warum? Als ich mich entschloss, mein Problem anzugehen, habe ich im Web lange nach einem Erfahrungs- und Erlebnisbericht gesucht, aber keinen gefunden. Nur kurze Forenbeiträge, irgendwelche Erkärungen auf Webseiten von Praxen usw. Aber nichts, womit mein Bedürfnis nach Information wirklich gestillt worden wäre. Das möchte ich hiermit ändern und vielleicht den Ein oder Anderen ermutigen, sich auch operieren zu lassen :)

Des vielen Textes wegen, geht es hier ausnahmsweise erst nach dem Jump Break weiter. 
Nun denn, zuerst zum eigentlichen Problem. Ich konnte noch nie richtig durch die Nase atmen. Das war, als wäre sie einfach zu. Dazu kam, dass sie sich öfter einfach von innen geschwollen anfühlte und ich dadurch wirkte, als sei ich erkältet, was ich ja gar nicht war. Durch die schlechte Luftzufuhr durch die Nase war ich sehr kurzatmig, litt oft unter Kopfschmerzen. Außerdem war es extrem nervig, dass die Nase eigentlich permant lief, egal bei welcher Temperatur. Nicht stark, aber schön war es natürlich trotzdem nicht. 

Ich habe das immer einfach hingenommen, bis ich gegen Ende letzen Jahres über Wochen hinweg eine von innen geschwollene Nase hatte. Morgens kaum atmen konnte und beim Küssen meines Freundes regelrechte Erstickungsgefühle hatte (und nein, das lag sicher nicht an ihm! *lach*)

Also suchte ich mir einen HNO, schilderte ihm mein Problem und wurde erstmal zur Radiologie geschickt, um ein CT meiner Nase machen zu lassen. Da wurde dann auch sofort sichtbar: Meine Nasenscheidewand verschloss mein linkes Nasenloch nahezu komplett. Dazu kamen sehr große Nasenmuscheln in meiner ohnehin schon schmalen Nase. Zuviel Probleme auf zu wenig Raum - man sagte mir direkt, ich könne es gerne mit Nasensprays versuchen, aber auf Dauer sei das auch keine Lösung.

Falls sich einer fragt, was Nasenmuscheln sind: Das sind dünne Knochenblättchen, die mit Schleimhaut ummantelt sind. Jeder Mensch hat jeweils drei davon in jedem Nasenloch. Die Nasenmuscheln sind dafür da, die eingeatmete Luft zu erwärmen und sie von Schmutzpartikeln zu filtern. Sind sie zu groß, ist die Atmung aber behindert. Tja, und die Nasenscheidewand trennt praktisch euren Nasenraum in zwei Hälften. Bei den meisten Menschen ist die Scheidewand nicht gerade, aber das ist bis zu einem gewissen Maß auch nicht weiter störend. Erst bei einer starken Verkrümmung treten die oben beschriebenen Atemprobleme auf. Ihr könnt euch also vorstellen, wie meine Nase aussah. Scheidewand total schief, Muscheln viel zu groß, sonst alles zu schmal. Meine Nase war in erster Linie eins: Dicht.

Nachdem ich also die Besprechung mit meinem HNO hatte und mich zu einer notwendigen Operation entschloss, war ich auch ziemlich glücklich, mich zu diesem Schritt durchgerungen zu haben. Solche medizinisch notwendigen Eingriffe werden in der Regel von der Krankenkasse bezahlt. Warum bin ich das nicht schon früher angegangen?

Ja, und dann ging es praktisch in meine "Vorbereitung". Ich bekam Aufklärungsbögen über die geplanten Eingriffe (Nasenscheidewandkorrektur und Nasenmuschelverkleinerung), sowie die Risiken, Abläufe usw. und so fort.
Klang alles relativ harmlos. Ich als jemand, der vorher noch NIE operiert wurde, habe keine Panik bekommen. Macht euch keinen Kopf, das sind Routine-Eingriffe. Sie können auch ambulant durchgeführt werden und ihr dürft dann nach der OP wieder nach Hause.

Die Operation wird durch die Nasenlöcher durchgeführt. Es wird keine äußere Haut aufgeschnitten, verletzt oder sonstwie verunstaltet.

Der Tag der OP

Der Tag der OP war dann auch sehr angenehm für mich - ja, trotz OP. Ich war in einer Tagesklinik mit sehr fürsorglichen Ärzten und einer ganz tollen Crew. Ein wenig nervös war ich schon, als ich endlich im OP-Saal lag. Alles so grell, weiß und steril. Total unschön eigentlich, aber mein super Anästhesist hat mich gut abgelenkt.

Wurdet ihr schon einmal narkotisiert? Nein? Ich habe mich lange vor der OP gefragt, wie sich das wohl anfühlt und ich muss sagen, es war sogar ziemlich lustig. Die ersten paar Sekunden fühlt man noch nichts, nach etwa 10-15 Sekunden beginnt ein Kribbeln in Armen und Beinen. Man fühlt sich als würde man schweben. Danach hat man bestenfalls noch Zeit einen Atemzug aus dem Sauerstoffbeutel zu nehmen, bevor einem die Augen zufallen. Ich dachte, ich würde Schritt für Schritt wegdämmern, aber das war wirklich ein "Zack - und weg". 

Da man inturbiert wird (d. h. ihr bekommt einen Beatmungsschlauch in die Luftröhre geschoben, sobald ihr eingeschlafen seid), hat man nach der OP ein Brennen im Hals. So als hätte man sich beim Sport die Lunge aus dem Leib gerannt. Dieses Gefühl tut aber nicht weiter weh und verschwindet in den ersten paar Stunden nach der OP. 

Operiert wurde in meinem Fall etwa eine Stunde. Aber ich muss auch sagen, dass ich ein etwas härterer Fall war. Normale Operationsdauer ist das zwar auch noch, aber es kann auch mal nur eine halbe Stunde dauern.
Ich habe viele Horrorgeschichten gehört, was beim Aufwachen nach der Narkose passiert. Viele Menschen übergeben sich, können sich kaum bewegen, haben Schwindelgefühle. Das war bei mir alles nicht der Fall. Ich war zwar geschafft, aber es ging mir gut.

Man bekommt anschließend Schmerzmittel durch eine Infusion und diese hauen ziemlich rein. Selbst wenn alles Narkosemittel aus dem Blut verschwunden ist, fühlt man sich völlig erschlagen. Zu wach um zu schlafen, zu kaputt um es nicht zu tun. Die Hälfte es Tages kann man wegen dieser Schmerzmittel eigentlich nicht viel mehr machen, als im Bett zu liegen und sich vom TV berieseln zu lassen.

Man muss sich nach der OP, sollte sie ambulant durchgeführt werden, auf jeden Fall von jemandem abholen lassen. Es besteht die Möglichkeit sich ein Taxi zu nehmen, welches dann auch bezahlt wird, sollte eure Begleitperson kein Auto haben. In meinem Fall waren das meine Eltern. Die haben mir dann sogar noch in meine Klamotten helfen müssen, weil ich viel zu schwach war um das alleine zu schaffen. A propos Klamotten. Zieht ein Oberteil mit einer weiten Kopföffnung an. Ihr dürft eure Nase nicht berühren.

Was noch ein wichtiger Punkt ist: Solltet ihr Probleme mit dem Kreislauf haben, oder schnell unterzuckern, weil ihr ja nüchtern zur OP kommen müsst - nehmt euch was zu essen mit. Ihr dürft direkt nach dem Aufwachen essen.
Ich empfehle euch weiche Nahrung. Bananen, Brot ohne Rinde. Super sind auch kalorienhaltige Getränke aus der Apotheke (Fresubin). Denkt daran, dass ihr nach der OP die Nase dick verbunden habt, alles geschwollen ist und ihr deshalb den Mund kaum weiter als ein paar Zentimeter öffnen könnt. Haltet die Portionen also klein. In meinem Fall hatte ich nach der OP ein taubes Gefühl am Gaumen und empfindliche Vorderzähne. Dieses Gefühl hielt tagelang an, daher rate ich euch, auf Essen, das viel "Einsatz" erfordert, erstmal zu verzichten.

Der Nasenverband sieht folgendermaßen aus: In euren Nasenlöchern stecken lange Tamponaden. Die haben einen Rückholfaden, den man euch wahrscheinlich irgendwo auf der Nase festkleben wird. Unter eurer Nase wird eine Mullbinde angebracht, die Blut und Sekret auffängt. Ich würde diese Mullbinde noch mal wechseln lassen, bevor ihr die Klinik verlasst, da ihr anfangs stark blutet und die Mullbinde dementsprechend schnell voll ist. Ihr müsst aber bis zum nächsten Tag verbunden bleiben, und das wollt ihr bestimmt nicht mit einer bereits versifften Binde sein. Ihr dürft die Mullbinde auch selbst wechseln, oder es von jemandem aus dem Umfeld machen lassen, der sich damit auskennt.

In eurer Nase befinden sich, neben den Tamponaden, auch noch zwei Plastikschienen, die die Nasenscheidewand fixieren. Ihr solltet dennoch darauf achten, möglichst nicht an die Nase zu stoßen.

Die ersten Stunden nach der OP

Seid ihr wieder einigermaßen beisammen, dürft ihr die Klinik verlassen. Wie gesagt, legt euch daheim ins Bett. Schlaft euch aus, schaut fern. Ihr dürft und könnt am ersten Tag wahrscheinlich auch nicht mehr machen als das. Beauftragt jemand anderen damit, eure verschriebenen Schmerzmittel zu besorgen.

Die ersten paar Stunden nach der OP passiert mit eurer Nase noch nicht viel. Nach etwa 5 bis 6 Stunden beginnt die Nase zu laufen. Natürlich blutet ihr aus der Nase, aber das wird über die Zeit weniger. Was euch auffallen wird ist, dass sich jetzt verstärkt farbloses, schleimiges Sekret absondert (der gute alte Rotz!). Die Nase erkennt natürlich die Tamponade als Fremdkörper und möchte sie gerne herausspülen. Wenn ihr merkt, dass aus eurer Nase wirklich noch schwallartig Blut läuft, trotz Tamponade, wählt die Notrufnummer der Klinik, die man euch nach eurer Entlassung hoffentlich aushändigt. Wenn nicht: Fragt nach! Sicher ist sicher.

Der Verband behindert euch jetzt also erstmal beim Essen, vor allem aber auch beim Trinken. Normales Trinken war mir nicht möglich, da geht euch einfach die Luft aus. Strohhalm könnt ihr eh vergessen, weil ihr nichts ansaugen könnt. Nehmt daher kleine Schlucke in den Mund, lasst ihn offen stehen und atmet dann durch den Mund aus. Anschließend schlucken. So übt ihr, nach eigenem Versuch, am wenigsten Druck auf die Nase aus. Es ist dennoch super anstrengend und gerade die erste Zeit sehr nervig. Wie bei einer sehr, sehr dicken Erkältung.

Was ich euch noch empfehlen kann ist, einen Lippenpflegestift bei euch zu haben. Da ihr ja jetzt ausschließlich durch den Mund atmen könnt, trocknen die Lippen schnell aus, spannen und fühlen sich weniger gut an. 

Das Gefühl der Tamponade in der Nase ist nicht schmerzhaft, aber sie stört natürlich. Am Tag der OP geht das aber noch. 

Wenn ihr schlafen geht, solltet ihr den Kopf ein wenig höher lagern. Benutzt ein stabiles Kissen, das nicht zerknautscht und euch vielleicht im Schlaf an die Nase stößt. Bauchschläfer müssen unbedingt darauf achten, allerhöhstens auf der Seite zu liegen. Eure Nasenscheidewand ist jetzt noch instabil und kann leicht verbogen werden. Euch kann beispielsweise die Nasenspitze absinken (ihr bekommt dann eine Hakennase). 

Die Nacht nach der OP ist unangenehm. Ihr werdet schlecht atmen können und daher häufiger aufwachen. Euer Mund wird austrocknen. Ihr werdet am nächsten Morgen völlig gerädert aufwachen. Da kann man leider nichts beschönigen.

Der Tag nach der OP

Am nächsten Tag durfte ich wieder in die HNO-Praxis um mir die Tamponade entfernen zu lassen. Manche Praxen machen das ganz ohne Termin. Da fahrt ihr einfach hin, wenn ihr könnt/wollt. 

Die Tamponade hat sich über Nacht so richtig schön vollgesogen. Sie sitzt wie ein ekelhafter Verschluss in eurer Nase. Sie schmerzte nicht, aber es gab nichts, was ich da lieber wollte, als sie schnellstmöglich los zu werden.
Also bin ich recht früh zum HNO. 

Durch die Rückholfäden zieht der HNO schließlich die Tamponade zügig aus der Nase. Man kann nicht sagen, dass es schmerzthaft wäre, aber schön ist das Gefühl leider auch nicht. Es fühlt sich an, als würdet ihr schleimige Würste durch eure Nase gebären. Es schmatzt, sifft, und natürlich läuft euch das Blut jetzt erstmal frei aus der Nase heraus. Wer einen schwachen Kreislauf hat, sollte also eine Begleitperson mitbringen oder sich zumindest mal eine Weile nach der Entfernung hinsetzen oder nach Möglichkeit hinlegen. 

Man wird euch danach natürlich wieder die Nase verbinden. Nur in eurer Nase steckt nichts mehr. Am ersten Tag nach der OP läuft noch viel Blut heraus. Wenn der Verband, den ihr vom HNO bekommen habt, voll ist, könnt ihr euch daheim selbst verbinden. Das geht super mit herkömmlichen Wattepads (nach Bedarf doppelt gelegt) und etwas Leukoplast. Ich bin so gut durch die ersten Tage gekommen.

Der HNO wird euch daraufhin wahrscheinlich Nasentropfen und eine Nasensalbe verschreiben. Die Tropfen lassen die Schleimhäute abschwellen, sodass sie weniger Schnodder produzieren. Die Salbe beugt trockener Nasenschleimhaut vor. An den ersten paar Tagen werdet ihr weder von Tropfen noch Salbe wirklich etwas merken. Ihr könnt auch die Salbe gar nicht so weit in die Nase geben, wie vorhgesehen, weil alles dick und vollgesifft ist. Das wird aber mit der Zeit besser. Legt euch bei der Behandlung einfach hin und lasst sowohl Tropfen, als auch Salbe einige Minuten einwirken, bevor ihr euch aufsetzt. Sonst läuft euch alles wieder aus der Nase. Diese Prozedur wiederholt ihr drei Mal täglich für die nächsten sieben Tage.

A propos Körperhaltung. Ihr dürft euch für die nächste Woche nicht bücken, vorbeugen, körperlich betätigen. Nicht schwer tragen, rennen, überanstrengen. Ihr dürft eure Haare nicht über Kopf waschen, fönen oder bürsten. Ihr dürft weiterhin nicht zu warm baden oder heiß duschen. Habt ihr Probleme euch zu waschen, lasst euch helfen. Macht was ihr wollt, aber lasst den Kopf oben und streng euch nicht an.

Und wo wir beim Waschen sind: Haltet eure Nasenlöcher sauber. Das herauslaufende Blut wird irgendwann sicher mal verkrusten. Kratzt es nicht ab, sondern reinigt eure Nase zumindest an den Löchern vorsichtig mit einem Wattestäbchen und warmem Wasser. Ihr könnt auch ph-hautneutrale Waschlotionen verwenden. Anschließend könnt ihr euch Bepanthen in die Nasenlöcher geben. Das hilft etwas gegen das Spannungsgefühl.

Die ersten 2 Wochen nach der OP

Schont euch die ersten Tage auf jeden Fall. Selbst die kleinste Anstrengung vergrößert die Menge Blut, die euch aus der Nase läuft. Wichtige Besorgungen habt ihr deshalb besser schon VOR der OP gemacht. Oder ihr habt jemanden, der für euch alles Wichtige erledigt.

Der Druck auf eure Nase und die Stirn sind an den ersten Tagen stark. Es ist eben, als wärt ihr sehr erkältet. Ich habe mich die ersten zwei Tage nach der OP mit Migräne herumgeschlagen. Nicht einfach nur blödes Kopfweh, sondern richtige Migräne. Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, völlige Gelähmtheit. Ich sah aus wie das Leiden Christi und bin mir fast sicher, viel schlechter als ich hat der sich auch nicht gefühlt. Da ihr keine Aspirin und sonstige blutverdünnende Schmerzmittel nehmen dürft, könnt ihr diesbezüglich Rücksprache mit eurer Apotheke halten. Ich habe Ibuprofen genommen. Das hat die Migräne zwar nicht komplett beseitigt, aber zumindest abgedämpft, sodass ich schlafen konnte.

Ich hatte nach der OP noch ein weiteres Problem, nämlich den Blutverlust. Ich bin wirklich sehr dünn und das Blut, das ich in der ersten Woche verlor, war wohl doch etwas zu viel für mich. Mein Gesicht war wirklich kalkweiß, die Lippen komplett blutleer. Nach ein paar Minuten Stehen wurde mir regelmäßig schwarz vor Augen. Ich hatte richtige Kreislaufzusammenbrüche. Erst am sechsten Tag nach der OP habe ich erstmals die Wohnung verlassen, um eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Solltet ihr eine ähnliche Figur haben, oder vielleicht ohnehin ein klein wenig zu wenig Blut im Körper haben, kann es gut sein, dass euch das gleiche Schicksal ereilt.

Sonst sind die ersten zwei Wochen nach der OP aber echt okay. Die Nase tut nicht weh. Richtig aktive Schmerzen hat man nicht. Sie läuft permanent. Ab dem sechsten Tag nach der OP sah meine Nase wieder deutlich abgeschwollen und ziemlich normal aus. Auch die Menge an Ausfluss reduziert sich gegen Ende der ersten Woche deutlich. Ebenfalls kann man den Mund wieder komplett öffnen. Was jetzt deutlicher auffällt, sind die Plastikschienen in eurer Nase. Ihr merkt, wo sie sitzen. Manchmak pieksen sie auch ein wenig.

Das ist aber nicht weiter dramatisch, da die Schienen in der zweiten Woche nach der OP entfernt wurden. Dazu durchschneidet der Arzt schließlich den Faden, mit dem die beiden Plastikscheiben duch eure Nasenscheidewand miteinander verbunden sind. Sie sind ca. 8-10cm lang (ich konnte nicht nachmessen *g*) und reichen von (fast) der Nasenspitze bis tief hinten hinein (etwa auf Höhe eures Zäpfchens). Das Entfernen der Schienen ist ein wenig unangenehm, geht aber schnell. Danach wird die Nase erneut gereinigt und abgesaugt. Bereits jetzt könnt ihr schon eine deutliche Verbesserung eurer Nasenatmung feststellen. Ein kleines Wow-Erlebnis! Trotzdem gilt: Besser noch nicht schneuzen. Und Dranstoßen ist nach wie vor ein wenig schmerzhaft.

Anschließend macht ihr euch am besten auf zur Apotheke. Falls ihr noch keine habt, ist jetzt der günstigste Moment sich eine Nasendusche und einen Vorrat an Nasenspülung (z.B. von Ems) zu kaufen. Außerdem solltet ihr noch eine Tube Nasensalbe mitnehmen (Bepanthen schadet nie), denn eure Bisherige wird nicht mehr ewig reichen. Die Nase muss fortan zwei Mal täglich gespült werden. Die Nasendusche transportiert nicht nur Schleim aus der Nase, sondern auch abgelöste Kruste. Letztlich schafft sie auch Erreger aus eurem Sekret zuverlässig nach draußen. Wer noch nie eine Nasendusche verwendet hat, wird sich vielleicht etwas überwinden müssen. Schön sieht es nicht aus, aber es muss sein. Die Salbe könnt ihr ruhig häufiger verwenden, denn ihr solltet die Krusten in eurer Nase möglichst weich halten. Wer ein Tattoo hat, wird die Prozedur des Abheilungsprozesses wiedererkennen. Bei der Nase gilt ebenso: Weicher, dünner Wundschorf und bloß nicht kratzen!

Wenn sich der Wundschorf nun gebildet hat, ist die Nase empfindlich. Sie fühlt sich innen dick an, eben einfach nicht besonders angenehm. Weh tut sie nicht, lediglich der sich ablösende Wundschorf kann stechen.

Ich hatte in der zweiten Woche nach der OP noch ein weiteres Päckchen zu tragen, denn ich wurde krank. Es war nur eine leichte Erkältung, doch die hat bereits ausgereicht um meine Wunde zum Eitern zu bringen. Das fühlte sich nicht nur eklig an, sondern kam natürlich total ungelegen. Ich bin gleich am Tag nach Durchbruch der Erkrankung zu meinem HNO und schilderte mein Problem. Auch wenn ich keine schlimme Erkältung hatte, bekam ich sofort Antibiotika. Der Eiter verschwand innerhalb der nächsten 5 Tage.

Der erste Monat nach der OP

Ihr werdet in den kommenden Wochen eine deutliche Veränderung fühlen. Was noch dick war, wird abschwellen. Etwaige Zweifel ob das denn alles gerade ist in eurer Nase werden sich zerschlagen. Der Schorf wird sich direkt an der Nasenscheidewand noch halten, ist aber nicht weiter störend. Auch sonst ist die Nase irgendwann innerhalb des Monats so gut verheilt, dass die Salbe nicht mehr gebraucht wird. Tut euch jedoch selbst den Gefallen und spült eure Nase weiterhin. Die Wundheilung in eurer Nase ist nicht abgeschlossen, nur weil ihr keine Kruste mehr fühlt. Meist ist die Nasenscheidenwand tief in eurer Nase noch mit Schorf besetzt. Um nachträgliches Eitern zu vermeiden, solltet ihr durch Spülungen Bakterien heraus befördern. Denkt auch dran, dass ihr so sich ablösende Kruste aus eurer Nase schafft.
Solltet ihr einige Wochen/Monate nach der OP doch mal erkältet sein: Spülen! Erreger werden eure Wunde sonst zum Eitern bringen. Werdet nicht faul, tut's für eure Nase.

Was ich nach wie vor habe ist ein Taubheitsgefühl hinter den Schneidezähnen, doch auch das wird über die Wochen allmählich weniger. Die Nase fühlt sich inzwischen an, als hätte man einfach fest dagegen gehauen. Es tut nicht weh, man merkt dennoch bei Berührung, dass noch nicht alles wieder beim Alten ist.

Eine deutliche (dreifaches Ausrufezeichen) Verbesserung kann ich inzwischen bei meiner Nasenatmung feststellen. Ich. Kann. Richtig. Atmen. Kein Japsen mehr, wenn man in den zweiten Stock laufen muss. Alles fällt leichter. Man fühlt sich einfach besser. Kopfschmerzen habe ich nur noch selten. Ich schlafe besser und bin morgens erholter.

Auch der Geruchssinn hat sich enorm verbessert. Noch immer wundere ich mich darüber, wie viel ich nun rieche - und frage mich gleichzeitig, was ich vorher wohl alles verpasst habe. Kleines Beispiel: Ich rieche den Saft an der Nuckelflasche eines Babys in 10m Entfernung (echt wahr!). Früher hätte man mir die Flasche schon fast unter die Nase halten müssen, damit ich was gerochen hätte.

Das halbe Jahr nach der OP (Nachtrag von September 2012)

Was hat sich getan im letzten halben Jahr? Die Nasenatmung hat sich deutlich verbessert. Leider kann ich wegen meiner sehr schmalen Nase wohl nie mit geschlossenem Mund schlafen, aber das kann ich verschmerzen. Was mich am meisten freut ist, dass die Nase komplett aufgehört hat völlig willkürlich zu laufen. Es gibt keinen Ausfluss mehr, der nicht wirklich begründet wäre.

Allerdings gibt es auch ein großes Problem. In meinem Bericht erzählte ich, dass ich kurz nach der OP erkrankt bin. Nur eine ganz leichte Erkältung, eher ein Anflug und dann war alles wieder gut.

Einige Monate nach der OP begann meine Nase zu stinken. Der Geruch von Verwesung und Eiter drang auch nach draußen. Menschen in meiner Nähe konnten es ebenso riechen, wie ich. Ich brauche wohl nicht sagen, wie unangenehm das ist. Der Geruch verstärkte sie in kurzer Zeit so stark, dass mir regelrecht übel davon wurde. 

Beim HNO, den ich schnellstmöglich aufsuchte,  wurde mir schließlich ein weiteres Antibiotikum zum Einnehmen verschrieben. Das hat einen Großteil des Problems beseitigt, auch wenn die Nebenwirkungen mein funktionierendes Nervensystem in der Zeit der Behandlung komplett über den Haufen warfen. Weiterhin ging ich in relativ regelmäßigen Abständen zur Kontrolle und Absaugung des Eiters. Darüber hinaus löste der Arzt feste, grüne Krusten von meiner Nasenscheidewand. 

Leider hielt die positive Wandlung nicht lange an. Die Krusten wurden zwar stetig kleiner, aber der Geruch kehrte zurück. Man empfahl mir meine Nase weiter zu spülen (tat ich eh schon) und zu pflegen (Öl). Außerdem wurde endlich (!) ein Abstrich gemacht. Nach ein paar Tagen lautete das Laborergebnis: Staphylokokken, genauer Staphylococcus aureus. Das sind Bakterien, die viele Menschen in der Nase haben, die aber keine Probleme machen, solange sie sich nicht in Verletzungen festsetzen. Die Staphylokokken in meiner Nase befallen Gewebe in der Nase und der Gestank beginnt. Interessanterweise immer in der Nähe eines kleines Lochs in meiner Nasenscheidewand, das nach der OP leider geblieben ist.

 Und hier muss ich wirklich sagen, dass mir ständigen die Ratschläge, meine Nase zu spülen und zu ölen auf die Nerven gingen. Staphylokokken sind fiese Mistkerle. Von ein bißchen Salzwasser in der Nase gehen die nicht weg. Dass sah der HNO anders und wollte mir nicht wirklich glauben, dass Spülen etc. überhaupt gar keine Verbesserung brachten. 

Ich bekam Refobacin, eine antiobiotische Salbe, die ich mir mit einem Q-Tipp in die Nase schmierte. Refobacin ist eigentlich nicht für die Nase gemacht, daher hat die Tube auch keine Verlängerung/Düse zum Auftragen. Aber ich traf wohl die richtigen Stellen und siehe da - der Geruch verschwand. Für ein, zwei Monate war tatsächlich Ruhe. 

Dann wurde ich krank. Keine wirkliche Erkältung. Nur Gliederschmerzen, angeschwollener Hals-Rachen-Bereich, Abgeschlagenheit, Schwindel. Kein Husten, kein Schnupfen und kein wirkliches Halsweh. Hat aber alles gereicht um den Gestank zu reanimieren. Als ich dachte, das Gröbste sei überstanden und mich tatsächlich besser fühlte, schneuzte ich einen sehr großen Eiterklumpen aus meiner Nase, der sich einfach abgelöst hatte. Die Nase war merklich freier und roch auch nicht mehr. Leider habe ich die Krankheit wohl nicht überstanden. Ich fühle mich (jetzt am Tag dieses Nachtrags) angeschlagen und auf dem besten Weg krank zu werden, aber mehr als die oben beschriebenen Symptome habe ich nicht. Der schnelle Besuch beim HNO offenbarte, dass die Nase wieder voll ist mit grünem Eiter und natürlich ist auch der Geruch wieder da. Schmiere jetzt wieder mit Refobacin, fürchte aber, dass ich dieses Spiel nun ewig lang bei jedem Anflug von Kranheit wiederholen darf. Also richte ich mich auf weitere Kontrollbesuche ein und werde meinen HNO nach einer Langzeitbehandlung fragen. Denn die Staphylokokken sind trotz gut wirkenden Salbe offenbar nicht bekämpft. Dass man durch eine mit Eiter gefüllte Nase nicht wirklich gut atmen kann, muss man nicht erwähnen.

Der erste Winter nach der OP (Nachtrag Dezember 2012)

Der Winzer zeigt sich zwar eher von der wärmeren Seite, doch die paar frostigen Tage, haben schon viel Eindruck bei mir hinterlassen. Auf Kälte reagiert meine Nase nun extrem empfindlich. Vor der OP lief sie bei Kälte in Strömen, inzwischen fühlt sie sich eher an, als zerreißt sie. Sie ist sehr trocken und braucht viel Pflege (Creme, Öl). Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass durch die trockene Nasenschleimhaut viele kleinere Blutungen entstehen. Kein Nasenbluten im eigentlichen Sinne, aber viele blutige Krüstchen und beim Schneuzen hat man dann auch gerne mal schmieriges Blut im Tempo. Da hilft nur Schal vor die Nase ziehen und eine gute Pflege.

Mein Fazit?

Da muss man wohl nicht mehr viel zu sagen, oder? Habt ihr Probleme bei der Nasenatmung, läuft die Nase viel, seid ihr oft kurzatmig ohne ersichtlichen Grund usw. und so fort, dann geht zum HNO und lasst eure Nase mal durchchecken. Das ist kein Drama und selbst wenn ihr operiert werden müsst, habt ihr innerhalb weniger Wochen alles durchstanden und Ruhe für den Rest eures Lebens. Es muss ja nicht jedem so gehen wir mir (siehe Nachtrag oben).

Es läuft sicher nicht bei jedem ab wie in meinem Fall. Vielleicht ist eure OP so winzig, dass ihr sie einfach in eurer Mittagspause hinter euch bringen könnt. Vielleicht seid ihr auch einfach schneller wieder auf den Beinen, oder euer Arzt gibt euch andere Anweisungen. Fakt ist jedenfalls, dass es euch danach wirklich besser geht und die Probleme vorbei sind. Daher traut euch! Es ist eine gute Sache! 

Ich hoffe, dass ich euch mit meinen geschilderten Erlebnissen ein wenig helfen konnte.

Kommentare:

  1. eeeendlich habe ich einen tollen bericht und super gute informationen gefunden! Habe schon in ganz internet nach so einer beschreibung vergebens gesucht. Find ich echt super von dir! Ich habe auch Probleme mit meiner Nase, leide unter Dauerschnupfen zwar nicht so krass wie bei dir der fall war, aber das ist schon ziemlich nervig zu dem hab ich auch ein großes Problem mit dem Erscheinungsbild meiner Nase hat ein Höcker und das stört mich enorm klar nagt das auch an meinem Selbstbewusstsein. Naja war letztes jahr auch bei HNO und mir wurde auch ein OP-Termin gegeben, der leider kurzfristig abgesagt wurde, ich hatte mich darauf sooo gefreut und dann nur pure Enttäuschung, war etwas angeschlagen. Jetzt habe ich wieder neuen Mut gefasst und suche nach einem potentiellen Chirurgen, fahre nächste woche zu meiner HNO Ärtzin und hole mir eine Überweisung fürs Klinikum. Nur da es sich nicht um etwas Akkutes handelt verzögert sich das ganze. Die Situation macht mich fertig will endlich diese OP machen lassen. Will dir echt danken für diesen aufschlussreichen Artikel. Jetzt bin ich echt aufgeklärt wie das ganze abläuft. Auch die Schmerzen oder Tamponaden schrecken mich nicht ab, ICH WILL ES DURCHZIEHEN! und du hast mich darin nur bestärkt ;)

    AntwortenLöschen
  2. Wow.
    Ich habe jetzt alles gelesen, obwohl es für mich eigentlich nicht relevant ist.
    Ich finde es super, dass Du diesen Text verfasst hast.
    Und es freut mich, dass Du wieder richtig atmen und riechen kannst. :)

    Lieben Gruß.

    AntwortenLöschen
  3. boah nee, allein die schilderung kann ich mir nicht durchlesen Oo ich find nasenops so grausam, allein die vorstellung nicht durch die nase atmen zu können waah horror, obwohl es im nachhinein sich natürlich lohnt und ich bestimmt auch ein kandidat wäre, meine mandelop war schon so grauselig, da habe ich mein vertrauen in hno-ärzte iwie verloren

    AntwortenLöschen
  4. toller erlebnisbericht! hab ihn ganz gelesen :)
    ich hab auch schon das ein oder andere mal über eine nasenkorrektur nachgedacht, doch nicht aus gesundheitlichen sondern aus ästhetischen gründen. sie ist einfach ziemlich groß^^ ich bin aber immer wieder davon abgekommen. auch wenn ich meine nase hässlich finde, würde die korrektur mein komplettes gesicht verändern und ich wäre nicht mehr ich. da erkennt mich ja keiner mehr^^ sind natürlich ganz andere voraussetzungen als bei dir, aber hut ab, dass du vor der op gar keine angst hattest!!
    lg

    AntwortenLöschen
  5. endlich mal ein bericht darüber =), ich habe auch die selben probleme und war auch schon beim halsnasenohren arzt und ich bin leider noch zu jung für eine OP, ich muss mindestens 17 sein. Habe auch so ein Nasenspray, damit das besser ist, aber ich will auch so schnell wie möglich ein OP haben. Ich glaube bei mir wird das nicht so schlimm wie bei dir, weil ich körerlich sehr stabil bin und mein kreislauf sehr stabil ist :), hoffentlich wird das bei mir genau so gut wie bei dir, wenigstens weiß ich jetzt wie sich sowas ungefähr sich das anfühlt, danke =)

    AntwortenLöschen
  6. Wow.....meine Nasen-OP ist gerade 4 Tage her und dein Bericht trifft es haargenau....sehr schöne Tipps für eine gute Selbsthilfe zu Hause....wenn man so eine OP hinter sich hat, ist man immer beruhigt nicht die Einzige zu sein! Ich habe noch nie Luft bekommen und hoffe das jetzt ein neues Leben anfängt! Ich hatte das zusätzliche Problem, dass ich kein Pflaster vertrage und der Doc hat mir die Nase rundherum einmal zugeklebt....sieht jetzt wunderbar rot mit Eiterpickeln aus, aber hey...was man so alles tut...wird schon werden! Die Nasenspitze hat mir der Arzt auch gleich mit grade gerückt...freue mich schon auf einen baldigen Wow-Effekt! Danke für deinen supertollen Bericht! Man kann jedem mit Nasenproblemen nur zu so einer OP raten! Augen zu und durch!

    LG Julia

    AntwortenLöschen
  7. hey, vielen dank für deinen ausführlichen bericht! mir geht es ähnlich ich hab auch eine schiefe nasenscheidewand und werde im september operiert. allerdings ist sie auch außen schief und es müssen 2 op's (innerlich und äußerlich) durchgeführt werden, gleichzeitig! ich suche auch immer nach erfahrungsberichten und bin echt froh über deine tipps und den tollen bericht, danke! einen schönen abend noch, lisa

    AntwortenLöschen
  8. Die Op war das schlimmste was ich machen konnte. Die schmerzen sind unerträglich. Meine Op war am Dienstag ich wurde gestern aus dem Kh entlassen. Ich würde die Korrektur niemanden empfehlen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ohje. Das klingt ja nach einem besonders schlimmen Fall..
      Aber versuch es positiv zu sehen: Es ist ja nicht einmal eine Woche rum und die Schmerzen werden auf jeden Fall weniger. Jeder reagiert da anders. Ich drück dir die Daumen, dass du bald wieder schmerzfrei bist!

      Löschen
  9. Ich hatte eine OP (Nasenscheidewand begradiegen und die Nasenmuscheln verkleinern) am 11.02.2013. Der oben stehende Bericht beschreibt perfekt den Ablauf in den ersten Wochen. Ich spülte die Nase 3-4 Mal am Tag ab der zweiten Woche. Bei mir fing nach 2 Wochen fürchterlich aus der Nase zu stinken. Meine Familie konnte nicht mit mir an einem Tisch sitzen, ich musste mehrmals am Tag das Zimmer lüften, wo ich mich am meisten aufgehalten habe. Andere Menschen rochen den Gestank auch wenn sie einen Meter von mir entfernt standen. Sehr unangenehm !!! Und der OP-Arzt verschrieb mir nur ein Antibiotikum, welches ich 10 Tage lang einnehmen sollte. Das Antibiotikum brachte gar nichts (!!!), es wurde immer schlimmer. Zum Glück war der OP-Arzt krank und der 2. HNO-Arzt in der Praxis hat die Nase ordentlich sauber gemacht und die Borken aus der Nase entfernt. 3 Stunden später (!!!) konnte ich meine Frau zum ersten Mal nach 4 Wochen umarmen, ohne dass sie sich übergeben musste ... Jetzt (Mitte März 2013) bin ich 2 mal die Woche beim Arzt und lasse mir die Borken entfernen. Obwohl bei mir nach einem Abstrich ein Keim festgestellt wurde, soll ich kein weiteres Antibiotikum einnehmen, wel es angeblich nicht bringen wird ... Ich soll die Nase nicht mehr spülen, die Salbe weglassen, dafür die Nase mit einem Nasenöl pflegen und unbestimmte Zeit 2 Mal die Woche zum Arzt fahren ... Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mich wahrscheinlich gegen die OP entschieden ... Ich kann zwar jetzt etwas besser atmen, riche aber fast nichts und das Problem mit der Stinknase, dass jetzt behandelt nicht mehr so schlimm ist wie am Anfang, macht mich wütend ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn der Keim multiresistent sein sollte, bist du wahrscheinlich ein Fall fürs Krankenhaus. Evtl. hat dir dein HNO auch einfach das falsche Mittel verschrieben, denn wenn es nicht wirkt, ist es der verkehrte Wirkstoff für deinen Keim. Dass du keine Besserung spürst liegt wahrscheinlich eher daran, als das du MRSA hättest. Daher empfehle ich, eine Zweitmeinung einzuholen. Kann dir unter Umständen einiges ersparen. Habe ich nun auch gemacht. Nach 10 Tagen mit dem RICHTIGEN Antibiotikum ist die Nase komplett eiterfrei und stinkt auch nicht mehr. Arztwechsel können der beste Schritt zu Heilung sein.

      Löschen
  10. Wow danke für deinen Artikel. Ich hatte vor 2 Wochen genau die gleiche OP und kann mich gut in deine beschriebenen Situationen hineinversetzen. Seit der OP habe ich ein Taubheitsgefühl an den Schneidezähnen und im vorderen Gaumenbereich. Der HNO hat bei mir nach der OP ein Loch in der Nasenscheidewand festgestellt (wahrscheinlich ist es durch meinen Infekt entstanden, der bei der OP noch nicht ganz abgeklungen war. Ich habe nun Angst, dass dieses Gefühl nicht zurückkommt, weil ja nun die Nervenleitung durch das Loch gestört ist.

    Ist das Gefühl an den Schneidezähnen bei dir nun vollkommen zurückgekehrt und wenn ja, wie lange hat es gedauert?

    Viele Grüße!

    AntwortenLöschen
  11. Hallo LaMellow :)

    Bei mir ist das Gefühl in den Schneidezähnen nach nur wenigen Tagen zurückgekehrt. Mein Arzt hat aber nie vermutet, dass durch das Loch in der Nasenscheidewand evtl. Nervenleitungen gestört sein könnten. Ich denke, das taube Gefühl kommt in erster Linie von der "handwerklichen Arbeit" soperierenden Arztes.

    Wenn sich bei dir aber keine Besserung einstellt, geh auf jeden Fall nochmal zum HNO. Nicht, dass da wirklich was kaputt gegangen ist.

    AntwortenLöschen
  12. Freut mich, daß die OP gut verlaufen ist. Hab eine ähnliche Operation hinter mir. Wer in Frankfurt nen guten HNO Arzt sucht, der sollte mal die Gemeinschaftspraxis in Sachsenhausen besuchen. Die Ärzte in der Praxis sind u.a. spezialisiert auf chronische Infekte und haben mir sehr geholfen diese erfolgreich zu bekämpfen. Kann ich nur empfehlen.

    AntwortenLöschen
  13. Ich hatte vor 4 Tagen die beschriebene OP und beim Ziehen der Tamponaden habe ich erstmals wirklich Luft durch die Nase bekommen - ich habe gelächelt wie ein Honigkuchenpferd. Ich will hier auch sagen, dass ich mich vor dem Tamponadenziehen ziemlich gefürchtet habe, wegen all dem was man im Internet dazu findet - aber es stimmt nicht. Es ist sehr unangenehm - aber ich finde es ist gar nicht schmerzhaft und dauert nur Sekunden. Jetzt ist natürlich alles verkrustet und zu, aber ich habe Hoffnung. Äußerlich ist halt alles noch angeschwollen, aber ehrlicherweise hab ichs mir so viel schlimmer vorgestellt.

    Ich hoffe, dass mir die Stinknase erspart bleibt, aber bin schon sehr gespannt was ich in 2 Wochen drüber sage, wenn die Schienen entfernt worden sind...

    AntwortenLöschen
  14. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit meiner Operation an den Nasenmuscheln gemacht. Durch die Begradigung meiner Nasenscheidewand und vor allem durch die Verkleinerung der Nasenmuscheln wurde die Belüftungsstörung meiner Nasenatmung behoben. Die Behinderung der Nasenatmung kann durch einen solchen Eingriff dauerhaft geheilt werden. Ich kann das gut weiterempfehlen. Meine OP wurde in Frankfurt durchgeführt. Top Arzt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Grade die OP hinter mir. Hab nun bisschen Angst vorm Schienen ziehen aber gut. Ich wollte sagen das ich gut gebaut bin, aber ich auch Probleme hatte mit Blutverlust. Hat also nichts mit dem Gewicht zu tun. Trinke immer eisenhaltiger Saft oder Kräuterblut, das hilft. Dir alles Gute ;)

      Löschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...